Eventmonitoring – Kurzauswertung zur Obergrenzendiskussion bei Anne Will am 24.01.2016

Mit Social Listening können nicht nur Kamapagnen und langfristige Kommunikationsverläufe, sondern auch Social Media Reaktionen auf Events verfolgt und ausgewertet werden. Hierbei können minutengenau Reaktionen und Äußerungen beobachtet und interpretiert werden. So lassen sich Stimmungverläufe und die Wirkung von Personen allgemein sowie die Rezeption von Argumenten oder die Wahrnehmung von Ereignissen im Detail auswerten.

Als Beispiel wurde der Verlauf der Anne Will Sendung „Vorbild Österreich – Braucht auch Deutschland eine nationale Obergrenze?“ vom 24.01.2016 ausgewertet. Auch wenn Frau Beatrix von Storch und die AFD am meisten und Herr Armin Laschet (CDU) am kontroversesten diskutiert wurde, so hat Herr Bedford-Strohm (EKD) doch geschickt den letzten Akzent gesetzt.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • 10.505 Tweet wurden zwischen 21:45 und 23:00 mit dem Hashtag #AnneWill gezählt.
  • Beatrix von Storch [AFD] (1.903) und die AFD (1.596) wurden am häufigsten erwähnt.
  • Armin Laschet [CDU] wurde am kontroversesten besprochen (383 bzw. 29% Äußerungen mit negativer Konnotation, 15 bzw. 1% positive Äußerungen)
  • Neben Äußerungen von Herrn Laschet sorgte vor allem der Facebook-Einspieler zum Merkel-Exil-Post von Frau von Storch für das höchste Tweetaufkommen. Den Schlusspunkt setzte Herr Bedford-Strohm mit seiner „Handelspolitik ist die Flüchtlingspolitik der Zukunft“-Äußerung.
  • Flüchtlinge (1.537), Angela Merkel (1.184) und die Obergrenze (749) wurden neben den Parteien und Gästen am häufigsten erwähnt, gefolgt von Kirche (610), Christ* (337) und #merkelmussweg (317).
  • Die Tweets von @extra3 (Kein Plan A2) und @Kentrailverschwörung (zu Reichsfinanzminister von Storch) erzielten die größte Reichweite.
  • Der AFD-nahe @balleryna-Account war nach @annewilltalk und @arminlaschet der am häufigsten erwähnte Twitteraccount.
  • 33,8% der Tweets (1.652) konnten weiblichen Accounts zugeschrieben werden, 66,2% (3.232) männlichen.
  • Studenten, Künstler und Journalisten waren die am häufigsten zuzuschreibenden „Berufe“, Politik, Sport und Technologie die am häufigsten zuzuschreibenden „Interessen“.

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